Philomena Pichler
geboren 1947 in St. Johann/Tirol/Austria
verstorben 2026 in A-1050 Wien/Austria
Auskünfte zu den Kunstwerken unter: +43 664 13 661 03
Internet: www.philomena-pichler.com
Die Künstlerin Philomena Pichler, geboren am 26. Juli 1947, ist am 5. Jänner 2026 in Wien verstorben. Sie hat mit ihrer Kunst ein einzigartiges Lebenswerk geschaffen. In ihrem „Bilderwald“ aus Stangenbildern lebt ihre Sicht auf die Welt weiter - still, kraftvoll und voller Tiefe. Ihre Werke bleiben als Vermächtnis und Erinnerung. Bereits in ihrer Jugend entdeckte sie ihre Leidenschaft zur Malerei. Sie begann ihre künstlerische Laufbahn als Autodidaktin und wurde eine erfolgreiche Malerin mit viel internationaler Anerkennung.
Im Jahre 1964 erhielt sie bereits als 17jährige den Anerkennungspreis des Kölner Stadtanzeigers, besuchte anschließend Ausbildungsseminare bei Prof. Opperer und Prof. Otte in Salzburg sowie bei Prof. Gerald Nitsche in Innsbruck. In Wien absolvierte sie drei Semester Lithographie - Steindruck bei Mag. Doz. Wojtek Krzywoblocki, bei Mag. Lebzelter und bei Mag. Dr. Kodera. Eine besondere Auszeichnung und Wertschätzung ihrer künstlerischen Kreativität erhielt sie im Jahre 2017 durch die Aufnahme als „Ordentliches Mitglied“ im Künstlerhaus Wien, der Gesellschaft für Künstlerinnen und Künstler Österreich.
Seit dem Frühjahr 1988 war sie Mitglied beim Verein Kitzbühel Aktiv, war damit eine der ersten Mitglieder in diesem über die Grenzen hinaus bekannten Künstlervereins. Klaus Wendling, Vorsitzender vom Verein Kitzbühel Aktiv, zum Ableben von Philomena Pichler:
„Philomena Pichler war bei unserem Verein kein ganz normales Mitglied. Sie war für uns schon etwas ganz Besonderes. Unter anderem, weil sie eine der ersten Mitglieder bei unserem Künstlerverein war, über all diese Jahre, also über 37 Jahre, unserem Verein die Treue gehalten hat und eine Künstlerin mit viel Leidenschaft und weltweiter Anerkennung war. Sie war ein großartiger Mensch. Sie war schon bei unserer ersten Ausstellung im Sommer 1988 im Foyer der Aquarena Kitzbühel dabei und hat schon damals auf Anhieb vom kunstinteressierten Publikum viel Anerkennung erhalten. Auch wenn es uns sehr schwer fällt, wir versuchen nicht traurig zu sein, dass eine sehr schöne und intensive Zeit mit unserer „Meni“ zu Ende geht, wir versuchen glücklich zu sein, eine schöne, lange Zeit mit „Meni“ gehabt zu haben, auch wenn jetzt das Ende für uns unvorbereitet und viel zu früh kam. Wir bedanken uns bei ihr für ihre Treue und ich bedanke mich bei ihr auch für ihr Vertrauen, welches sie mir über die vielen Jahre entgegengebracht hat.“
Auf die Frage, „was verstehst Du unter Kunst?“, antwortete Philomena Pichler bei einer ihrer vielen Ausstellungen mit folgenden Worten: „Kunst ist für mich: Gegenstände die mich zum Denken anregen“.
Im Museum Rades in Hamburg erreichte sie 1972 den 1. Preis bei einem international ausgeschriebenen Malwettbewerb. Weitere Preise errang sie bei den Tiroler Kulturtagen sowie 1989 bei der „International Art Competition“.
Obwohl sie künstlerisch schon früh über die Grenzen ihrer Heimat hinausblickte, blieb Tirol lange der Mittelpunkt ihres Lebens und malerischer Tätigkeit. Zahlreiche Ausstellungen konnte sie über die Jahre in ihrem Heimatland Österreich verbuchen, wie zum Beispiel in Wien, mehrfache Teilnahme an der Internationalen Kunstmesse ART Innsbruck, Velden, Wiener Neustadt, Dornbirn, Bad Fischau, Kitzbühel, St. Johann, um nur einige hier zu nennen.
Anfang der neunziger Jahre wagte Philomena Pichler in Wien einen neuen Start und der künstlerische Erfolg blieb nicht aus. Es folgten weltweit große Ausstellungen, wie zum Beispiel in Deutschland (unter anderem in Köln, Hamburg und Frankfurt), in Sopron (Ungarn), bei der ARTExpertise Florenz (Italien), bei der Kunstmesse Cannes (Frankreich) und bei der Internationale Art Competition in den USA.
Mit ihrem seit dem Jahre 2002 entstehendem „Bilderwald“ bestehend aus 400 Bäumen, jeder Baum ein Unikat, ging Philomena Pichler wieder einmal einen Schritt zur Objektkunst, wobei sie sich jedoch immer als Malerin treu blieb, verwendete sie doch schon vorhandene Bilder dafür. Ihre aus dem Boden wachsenden Bäume strotzen weiterhin vor Lebenskraft und Freude, sie sind die bunte Vielfältigkeit, detailverliebter Natur, aus der Philomena Pichler ihre Inspiration bezog. Die feinen, oft amüsanten Details der Einzelobjekte fügen sich in der Gruppe zu einem harmonischen, aber lebhaftem Ensemble zusammen und so wird man des Schauens und Staunens nicht müde.
Sie sagte vor vielen Jahren bei einem Interview unter anderem folgendes: „Es wäre schön, wenn sich alle Menschen mit der Kunst beschäftigen würden, denn es ist so etwas Wunderbares. Nicht nur meine Kunst, sondern Kunst ganz allgemein soll den Menschen Freude bereiten“.